Einzelbaumweise
Wirtschaft
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Der einzelne Baum ist das Objekt waldbaulicher und wirtschaftlicher Betrachtungen, nicht ein flächiger Waldbestand. Zeit- und Flächenbezug der bisher im Wald praktizierten Schlagwirtschaft verlieren ihre Bedeutung, homogenisierende Eingriffe unterbleiben. An ihre Stelle tritt das
Plenterprinzip.
Das Plenterprinzip beinhaltet die einzelbaumweise Pflege und Nutzung im Sinne einer permanenten Auslese und Vorratspflege. Ernte, Pflege und Walderneuerung finden dabei auf gleicher Fläche und zur gleichen Zeit statt.
Der einzelne Baum ist im Gesamtgefüge wirtschaftlicher und funktioneller Wertträger. Aus der Betrachtung beider Komponenten leitet sich sein Hiebsreifezeitpunkt her.
Sein wirtschaftlicher Wert ist abhängig von Holzqualität, Zuwachs und Holzmarkt.
Der funktionelle Wert eines Baumes leitet sich ab aus seiner sozialen Stellung z.B. als Schirmhalter, Saatbaum, Mischbaum oder durch seinen besonderen ökologischen Wert für den Klima-, Boden-, Wasser- und Naturschutz oder für die Erholung.
Das Auszeichnen der Bäume ist eine zentrale Aufgabe der Waldwirtschaft.
Folgende Aspekte kommen dabei zum
Tragen
Pflege:
Qualitätsverbesserung durch ständige Positiv- und Negativauslese.
Lenkung des Zuwachspotentials auf die
Auslesebäume.
Ernte:
Nutzung einzelner hiebsreifer Bäume hoher Qualität in Abhängigkeit von der Marktlage
Mischung: Erhalt und Förderung der Baumartenmischung, vor allem Berücksichtigung seltener Arten
Struktur:
Förderung von Ungleichaltrigkeit, Durchmesserspreitung und Stufigkeit.
Ökologie: Erhaltung von Flora und Fauna, Belassen alter, abgestorbener Bäume, sowie von Horst-
und Höhlenbäumen.
So wie Naturverjüngung kein Produktionsziel ist, ist Naturgemäße Waldwirtschaft keine Verjüngungswirtschaft. Naturverjüngung ist das natürliche Bindeglied im Regenerationsprozess der Wälder und ist als unverzichtbarer Bestandteil in die Waldbewirtschaftung eingebunden.
Eine stufige Bestandesstruktur gewährleistet eine gute Kronenausbildung und damit die Bildung starker Stämme. Dadurch werden Zuwachspotential und Wertleistung optimal ausgeschöpft. Der relative Anteil an stärkeren und älteren Bäumen steigt.
Der Wald als Ökosystem wird relativ älter und reifer und somit ökologisch, aber auch ökonomisch wertvoller.
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