Mischung und Anreicherung
Im Dauerwald wird Mischwald angestrebt. Mit standortgerechten Baumarten gemischte Wälder sind ökologisch wie ökonomisch stabiler und damit langfristig leistungsfähiger und wertvoller als plantagenartige Reinbestände des Altersklassenwaldes.
Das Ziel ist ein strukturierter Mischwald, der sich aus Bäumen verschiedenen Alters und verschiedener Dimensionen mehrerer standortgerechter Baumarten zusammensetzt. Zu den standortgerechten Baumarten zählen sowohl die standortheimischen, als auch die Gastbaumarten, die sich mit ihren Wuchsansprüchen und ihrem Konkurrenzverhalten als Mischbaumart in die heimische Waldvegetation integrieren lassen. Zu einem ökologisch wertvollen Mischwald gehört auch eine artenreiche Strauch-, Kraut- und Bodenflora mit der damit verbundenen Vielfalt der heimischen Fauna.
Der Begriff der Anreicherung spielt in der Phase der Überführung von Altersklassenwäldern in strukturierte, naturgemäß bewirtschaftete Wälder eine besondere Rolle. Anreicherung ist ein weitgefaßter Begriff und beinhaltet neben der ergänzenden Pflanzung von standortgerechten Baumarten auch die natürliche Erhöhung der Artenvielfalt des Ökosystems.
Der Erhalt von Brutbäumen, das Belassen von liegendem und stehendem Totholz, sowie von Wurzeltellern, die Berücksichtigung seltener Standorte bzw. Biotope und die besondere Berücksichtigung der Waldränder sind elementarer Bestandteil einer ökonomisch wie ökologisch ausgerichteten, ganzheitlichen Waldbewirtschaftung, wie sie unter dem Begriff Naturgemäße Waldwirtschaft verstanden wird.
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